Eine Abteilung des Jobcenters Pro Arbeit - Kreis Offenbach - (AöR)

MUMS AT WORK

Verbesserung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund
Laufzeit: 01.02.2021-31.01.2023 

Mums@Work zielt auf die Verbesserung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund ab. Gemeinsam mit lokalen Arbeitgebern wird soziale Verantwortung gelebt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert. Durch individuelle Unterstützungsangebote und gemeinsam mit den Müttern erarbeitete und maßgeschneiderte Lösungen wird eine Perspektive über die Projektlaufzeit hinaus entworfen. 

Grußwort des Ersten Stadtrates von Rodgau für das Projekt Mums@Work 

Liebe Leserinnen und Leser, 

Frauen und Männer sind gleichberechtig. Es darf keinen Unterschied nach dem Gesetz und in der Gesellschaft geben. Frauen und Männer sollten die gleichen Chancen in ihrer Entwicklung, in ihrem Berufsleben und in der Wertschätzung durch andere haben. Heutzutage stellen dies immer weniger Menschen in unserem Land in Frage. Das Bildungssystem ist „geschlechterneutral“ ausgerichtet, Gesetze schützen und das Selbstbewusstsein des Einzelnen ist stärker geworden. 

Die traditionelle Rollenverteilung aus früheren Zeiten geht allmählich verloren. Nach der Geburt eines Kindes allerdings wird eben diese oft wieder präsenter. Die Folge: Mama bleibt daheim und kümmert sich um die Familie – zumindest so lange, bis andere Strukturen wieder oder leichter möglich erscheinen. 

Allerdings ist der Weg für Frauen zurück oder sogar überhaupt erst einmal in das Berufsleben nicht immer einfach. Die Gründe dafür sind vielfältig und gewiss können nicht alle ausgeräumt werden. Gut ist es aber, an den Stellschrauben zu drehen, die entsprechend beweglich sind. Das können Maßnahmen und Angebote für sozial Schwächere, für Menschen mit Bildungslücken oder für solche, die unsere Begleitung bei der Integration bedürfen, sein. 

Das Projekt „Mums at Work“ ist eine solche passgenaue Stellschraube und bietet die Begleitung von Frauen mit Migrationshintergrund auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt. Es fördert damit nicht nur das Selbstvertrauen und die beruflichen Erfolgschancen der Frauen, sondern ist auch ein wichtiger Baustein für eine gelingende Integration in die Gesellschaft. 

Nach der Theorie, dass jedes Angebot seine Nachfrage erzeugt, wünsche ich „Mums at Work“, dass viele Frauen nach diesem Angebot greifen und damit ihr Leben und unser aller Gemeinschaft bereichern.   

Ihr
Michael Schüßler
Erster Stadtrat
Rodgau

Unterstützungsschreiben von Bürgermeister Prof. Dr. Jan Werner für das Projekt Mums@Work 

Sehr geehrte Damen und Herren, Frauen kommt eine Schlüsselfunktion im Integrationsprozess zu. Ihre Einstellung, ihre Bereitschaft und ihr Wille zur Integration sind nicht nur für den eigenen, sondern für den Integrationserfolg der gesamten Familie entscheidend. Sie sind oft hoch motiviert, insbesondere im Hinblick auf das Wohl und den Erfolg ihrer Kinder. Sie zu stärken bedeutet auch vielfach eine weitgehende gesellschaftliche Integration der gesamten Familie. Leider sind noch immer viele Mütter mit Migrationshintergrund in Deutschland – trotz guter Qualifikationen – deutlich seltener und in geringerem Umfang erwerbstätig als Mütter ohne Migrationshintergrund. Das ist sehr bedauerlich, bilden Frauen mit Migrationshintergrund doch ein wichtiges Potenzial für den Arbeitsmarkt.

Sie können zur Fachkräftesicherung in vielen Branchen beitragen. Neben der Qualifizierung stellen der Spracherwerb und kulturelle Traditionen die Mütter mit Zuwanderungsgeschichte jedoch vor Herausforderungen bei der Integration in Arbeit und Ausbildung. Deshalb ist vor allem die frühzeitige und gezielte individuelle Beratung der Frauen wichtig: So können wir ihr Potenzial rechtzeitig erkennen und sie entsprechend fördern. Das Projekt Mums@Work zielt auf die Verbesserung der sozialen Integration, hilft bei der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und fördert die Beschäftigungsfähigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund. Im Projekt wird diesen Frauen eine maßgeschneiderte Unterstützung geboten, die auf einer Fall-zu-Fall-Basis auf die individuellen Situationen, Anforderungen und persönliche Perspektiven reagiert. 

Als Bürgermeister von Langen und Schirmherr unterstütze ich Mums@Work und seine Arbeit von ganzen Herzen und wünsche dem Projekt viel Glück und Erfolg, denn es führt in die richtige Richtung.

Ihr Prof. Dr. Jan Werner Bürgermeister der Stadt Langen 

Jan Werner Bürgermeister Stadt Langen

Laufzeit: 01.02.2021-31.01.2023 

Schlüsselaktivitäten: 

  • Bedarfsanalyse des aktuellen Stands der Arbeitsmarktintegration von Müttern mit Migrationshintergrund in allen Partnerländern 
  • Berufsorientierung und Arbeitsmarktintegration mit Möglichkeit der Teilnehmerinnen, ihre eigene Arbeitsmarktperspektive mitzugestalten und dabei gezielte Beratung in Anspruch nehmen zu können 
  • Arbeitgebermatching und Sammeln von Arbeitserfahrung zur Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs
  • Aufbau eines lokalen und transnationalen Netzwerks von Müttern mit Migrationshintergrund
  • Aufbau eines lokalen und transnationalen Netzwerks von Arbeitgebern mit sozialer Verantwortung 

Projektpartner

  • ABD – Asociación Bienestar y Desarrollo, Spanien
  • CIDIS Onlus, Italien
  • ENoMW – European Network of Migrant Women, Belgien
  • SOLUTION: Solidarity and Inclusion, Frankreich
  • SYNTHESIS Center for Research and Education, Zypern
  • Vital Aid Foundation, Niederlande
  • Pro Arbeit - Kreis Offenbach - (AöR), Deutschland 

Ansprechpartnerin: 
Bernadette Böcker

Telefon: +49 (0)6074 8058 – 656

E-Mail: b.boecker@proarbeit-kreis-of.de

Warum MUMS AT WORK?

Das von Februar 2021 bis Januar 2023 laufende Projekt wird aus dem Asylum und Migration Fund (AMIF) der EU ko-finanziert und setzt sich aus einem transnationale Konsortium mit Experten zum Thema Arbeitsmarktintegration aus Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien, Zypern und Deutschland zusammen. 

Das Projekt Mums@Work zielt auf die Verbesserung der sozialen Integration und Beschäftigungsfähigkeit von Müttern mit Migrationshintergrund ab. Im Projekt wird den Müttern mit Migrationshintergrund eine maßgeschneiderte Unterstützung geboten, die auf einer Fall-zu-Fall-Basis auf die individuellen Situationen, Anforderungen und persönliche Perspektiven reagiert.

Das Rückgrat des Projekts ist die Durchführung von Einzel- und Gruppencoachings, kombiniert mit der Organisation von Arbeitsmöglichkeiten. Die Beratungsgespräche zielen auf die soziale Integration der Mütter mit Migrationshintergrund ab, die dann die Wege zur Arbeitsmarktorientierung öffnet, während die im Projektverlauf durchgeführten Praktika die Mütter mit Migrationshintergrund näher an den Arbeitsmarkt und ihre wirtschaftliche Integration heranführen. Darüber hinaus nutzt das Projekt die Kraft der Gemeinschaft durch die Schaffung starker lokaler, regionaler und europäischer Stakeholder-Netzwerke zur Unterstützung von Müttern mit Migrationshintergrund. Zusätzlich arbeitet das Projekt eng mit lokalen Arbeitgebern als mittelfristige Begünstigte zusammen, um sie darauf vorzubereiten, die Art von Arbeitsmöglichkeiten und -bedingungen anzubieten, die den Bedürfnissen der Mütter mit Migrationshintergrund entsprechen. 

Das Projekt richtet sich dezidiert an in der Zielplanung der Pro Arbeit formulierte Zielgruppen: 1. Migranten und 2. Mütter und liefert damit eine Ergänzung der inhärenten Strategie. 

Das Projekt, das bereits bei der Konzeption die Bedarfe der Mütter mit Migrationshintergrund im Kreis Offenbach durch den Einbezug diverser Sachgebiete der Pro Arbeit (z. B. ehem. KT Alleinerziehende) berücksichtigte, liefert eine zusätzliche individuelle Begleitung für Kundinnen der Pro Arbeit mit intensiven Betreuungsbedarf auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. 

Das Projekt wird durch das AMIF-Programm der Europäischen Union mit der Zuwendungsvereinbarung 957902 gefördert.

Mehr Informationen zu diesem Programm erhalten Sie unter: